Klimawandel

Klimaschutz ist das Thema unserer Zeit. Für uns alle, unsere Kinder, unsere Enkel. Und all die nachfolgenden Generationen. Die Leitlinien und Gesetze dafür werden in Brüssel und Berlin erdacht und beschlossen. Aber: Gemacht wird Klimaschutz vor allem vor Ort. Auch in Uetersen. In vielen kleinen Schritten. Und mit der individuellen persönlichen Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger. 

Wir brauchen ein klares Bekenntnis zur Klimaneutralität unserer Stadt bis spätestens 2050. Und einen Klimaplan, wie wir dieses Ziel gemeinsam erreichen wollen. Das heißt zum Beispiel: Alle Ideen, Planungen und Investitionen zur Entwicklung Uetersens müssen auf ihre Klima-Auswirkungen hin geprüft werden. Dafür, aber auch für die Koordinierung mit den Umlandgemeinden braucht unsere Stadt eine*n Klimaschutz-Beauftrage*n. Die Finanzierung einer solchen Stelle ist eine wesentliche Investition in die lebenswerte Zukunft Uetersens. 

Auch in Sachen Mobilität können wir noch deutlich mehr tun. Das eigene Auto ist uns nach wie vor lieb und teuer. Der Schwerpunkt in der Verkehrspolitik muss aber im Ausbau von Bus-, Bahn- und Radwege-Netzen liegen, die Zahl der Ladestationen für E-Autos, -Bikes und -Scooter müssen erhöht werden und das schlichte zu Fuß gehen wieder gesellschaftlich anerkannt sein. Die Schulen gehen hier mit ihren Projektwochen „autofrei zur Schule“ mit bestem Beispiel voraus. Solche Aktionen ließen sich weiterdenken und über die Schülerschaft hinaus ausbauen. 

Energiewende

Kein Zweifel – die Energiewende ist dringend erforderlich. Ein wichtiger Baustein hier bei uns vor Ort: Die Erneuerung des bestehenden Windparks Uetersen. Bei den betroffenen Anwohner*innen gibt es Widerstand und nachvollziehbar Sorgen. Zu hoch, zu laut, zu nah am Wohngebiet. Darum müssen wir unbedingt im Dialog bleiben. Es gilt, die durch die Erneuerung entstandenen Belastungen zu begrenzen. Auch sollten wir prüfen, einen Anteil der anfallenden Gewerbesteuereinnahmen an die betroffenen Umlandgemeinden auszuschütten und den Anwohner*innen selbst einen günstigeren Stromtarif anzubieten. Weitere Ideen können wir im gemeinsamen Gespräch finden. Lassen Sie uns reden!

Für eine klimaneutrale Stadt Uetersen brauchen wir aber mehr als Wind. Nutzen wir die Energie der Sonne! Auch wenn sie gefühlt selten scheint. Scheinen tut sie. Rathaus, Schulen, Bücherei, Turnhallen – alle öffentlichen Gebäude gilt es daraufhin zu prüfen, auf welchen Dächern sich Photovoltaik-Anlagen installieren lassen. Für alle zukünftigen Bebauungspläne ist vorab verbindlich zu regeln, ob und wie die Nutzung von Solarenergie in Neubauten einbezogen wird.

Blühwiesen und Artenvielfalt

Auch für Tiere und Pflanzen gilt es, Uetersen noch lebenswerter zu gestalten. Lassen wir es brummen! Wild wachsende Blühwiesen beispielsweise bieten den perfekten Lebensraum für Bienen und andere Insekten. So lassen sich nicht nur städtische Flächen nachhaltiger begrünen. Firmen, Betriebe, Vereine, private Garten- und Balkon-Freunde: alle lassen sich dafür gewinnen, ihre Bepflanzungen vielfältig und naturnah zu gestalten. Dafür muss die Stadt zusätzliche Anreize schaffen, beispielsweise eine jährliche Aktion wie etwa „Unser grünes Uetersen“, in der private Gärten und Balkone genauso ausgezeichnet werden wie besonders nachhaltig gestaltete Außenflächen von Unternehmen. Bei Neubauten und öffentlichen Gebäuden sollte immer eine Dachbegrünung in die Planung einbezogen werden. Und: Die Versiegelung städtischer und auch privater Flächen gilt es zu stoppen.